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Jan

Gebe mehr an die Natur zurück als Du von ihr nimmst

Das ist die Philosophie und das Ziel, von Jan Oelofse, einem weltweit bekannten Naturschützer, der im Jahre 1975 das Okonyati Wildreservat gründete.

Jan wuchs in Namibia auf und verließ das Land in seinen frühen Zwanzigern in Richtung Ost-Afrika, um seine Laufbahn als Wildfänger für Tanganyika Game Limited, damals im Besitz des legendären Willie de Beer, zu beginnen. Während des Fangs der Wildtiere und deren Vorbereitung auf eine lange Reise zu den europäischen Zoos erwarb er enorme Erfahrung auf diesem Gebiet. Die Wildtiere wurden gefangen, monatelang versorgt und vorbereitet, um dann mit dem Schiff vom Hafen Taganyika's an ihre europäischen Ziele verschifft zu werden. Auf der gesamten Reise war Jan war für die Betreuung und das Wohlergehen der Tiere zuständig.

Im Jahr 1960, während seiner Arbeit für Paramount Pictures, fing und trainierte er alle Tiere für den Film Hatari mit John Wayne, Elsa Martinelli, Hardy Krüger und vielen anderen bekannten Schauspielern. Nach einem Jahr harter Arbeit und Ausbildung der Tiere und den ersten Dreharbeiten in Tanganjika, hat sich Jan an Bord einer DC-6 mit rund vierzig seiner ausgebildete Tiere, über West-Afrika, Südamerika und die Westindischen Inseln auf den Weg nach Hollywood gemacht, wo die letzten Dreharbeiten stattfanden.

 

Wenngleich Jan viele interessante Jobangebote in den Vereinigten Staaten erhielt, brachte ihn seine Leidenschaft für die Tierwelt und Afrika doch bald zurück nach Afrika. Im Jahre 1964, wurde er für die Natal Park-Verwaltung als Tierfang-Officer tätig. Zu dieser Zeit wurden Tausende von Tieren jährlich erschossen bei dem Versuch eine Überweidung der Parks zu verhindern bzw. lindern. Jan fiel die schwierige Aufgabe zu die Tiere lebend umzusiedeln. Nach der Anwendung der Methode aus Ost-Afrika, dem Fang der Tiere zu Pferde und mit Netzen, eine zeitaufwändige und mühsame Methode mit einer sehr hohen Sterblichkeitsrate auf Seiten der Wildtiere kam ihm im Jahre 1968 schließlich die Idee, Tiere in großer Zahl mit Hilfe gewebter, undurchsichtiger Kunstfaserstoffbahnen und der Hilfe eines Hubschraubers zu fangen. Diese Technik, die heute noch als Oelofse Methode bekannt ist, revolutionierte den gesamten Naturschutz in allen Teilen des südlichen Afrikas. Eine Massenumsiedlung von Tieren konnte nun vorgenommen werden. Tausende von Tieren wurden und werden auch heute noch in privaten Wildschutzgebieten, Hegegemeinschaften und Nationalparks im südlichen Afrika so wieder angesiedelt.

Auf Einladung hin besuchte er Südamerika, Teile von Amerika und viele andere Orte, um andere Einrichtungen diese Methode zu lehren und sie in ihren Bemühungen um den Erhalt wilder Tiere zu unterstützen. Jan, ein dynamischer und unternehmungslustiger Mann gründete schon bald seine eigene Firma, die sich mit dem Tierfang befasste.

 

Im Jahre 1975 kehrte er nach Namibia zurück, mietete ca. 5000 Hektar Land, eine Farm mit dem Namen Etjo, die zuvor Viehzucht betrieben hatte. Er schlug sein Zelt unter einer riesigen Akazie auf und nagelte sein Telefon (das heute noch sein Büro ziert) an den Baumstamm. Mit ganzen N $ 700,00 in der Tasche, jeder Menge Mut, Entschlossenheit und seiner ungebrochenen Liebe zur Natur, arbeitete er an seinem Ziel.

Er siedelte auf dem gepachteten Grundstück viele Arten von Wildtieren wieder an, später kaufte er dieses Grundstück, zusammen mit dem benachbarten Land, genannt Okonyati und so gründete er das  Okonyati Wildreservat.

Der Aufbau des Okonyati-Wildreservats bis zu seiner heutigen Form und seiner imposanten Größe von 30 000 Hektar hat 30 Jahre gedauert. In dieser Zeit wurde ein natürliches Umfeld für Hunderte von Tier- und Vogelarten geschaffen.

Elefanten wurden im Jahre 1985 angesiedelt, während Breitmaulnashörner bereits im Jahr 1975 angesiedelt wurden neben vielen anderen Arten, wie den seltenen Roan- und Rappenantilopen, die hier im Reservat einen Ort der Zuflucht gefunden haben. Ziel ist, dass sich speziell gefährdete Populationen erholen und so auch der Nachwelt erhalten bleiben. 

 


 
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